TCTSY - Trauma Center Trauma Sensitives Yoga in Berlin

*No intervention that takes power away from the survivor can possibly foster her/his recovery, no matter how much it appears to be in her/his best interest. (Judith Herman)

Logo: TCTSY Trauma Center Trauma Sensitive Yoga
Logo Trauma Center (JRI)

Trauma Center Trauma Sensitives Yoga (TCTSY) ist eine empirisch belegte, evidenzbasierte Behandlungsmethode. Sie wurde entwickelt als ergänzende therapeutische Maßnahme für Menschen mit Posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS), chronisch-behandlungsresistenter PTBS und komplexe Traumatisierung (K-PTBS).

Die Methode des TCTSY

Logo: Center for Trauma and Embodiment at JRI
Logo TCTSY (JRI)

Dr. Bessel van der Kolk, Professor für Psychiatrie und der Yogalehrer David Emerson, erforschten und entwickelten TCTSY in langjähriger Zusammenarbeit am Trauma Center/JRI, einem Behandlungszentrum für traumatisierte Menschen in Boston, USA. Seit 2017 ist TCTSY in den USA als evidenzbasierte Behandlungsmethode für Traumafolgestörungen anerkannt.

Das Fundament des TCTSY bilden Erkenntnisse aus Traumatheorie, Bindungstheorie, Neurowissenschaften und Hatha Yoga.

 

 

Leitgedanken aus der Traumatheorie dabei sind zum Einen der von Judith Herman formulierte Satz:

"*Keine Behandlung, die einem Trauma-Überlebenden seine Selbstbestimmung nimmt, kann zur Genesung des Betroffenen beitragen, so hilfreich sie auch scheinen mag."

 

 

 

Zum Anderen das als wesentlich formulierte Ziel der Traumatherapie von Dr. Bessel van der Kolk, im gegenwärtigen Moment zu verweilen, um nicht wiederholt von Erfahrungen der Vergangenheit überwältigt zu werden.

Die Bindungstheorie beschreibt die Grundlagen für die Bedeutung von sozialer Interaktion, Begleitung und Unterstützung von Menschen untereinander, auf die wir als soziale Wesen unbedingt angewiesen sind, um zu überleben, wachsen und heilen zu können. 

Das Konzept der Interozeption (die Fähigkeit Körperempfindungen wahrzunehmen, zu deuten und angemessen darauf zu reagieren) wurde aus den Neurowissenschaften übernommen und für TCTSY angepasst. Es bildet in Verbindung mit Hatha Yoga das wesentliche Hauptelement.

Die Methode des TCTSY wird inzwischen weltweit mit Veteranen, in Frauenberatungsstellen, mit Kindern und Jugendlichen, mit Geflüchteten, im Rahmen der Traumatherapie und in vielen anderen Bereichen durchgeführt und in Einzel- oder Gruppensitzungen angeboten.

Aktuelle Studienergebnisse:

Im Jahr 2021 wurde TCTSY in einer Studie im Vergleich mit CPT (kognitive Verarbeitungstherapie), dem Goldstandard in der therapeutischen Behandlung in den USA, in der Behandlung von Frauen, die während des Militärdienstes sexuelle Übergriffe erlebt hatten, validiert.

TCTSY verzeichnete Veränderungen bereits nach 5 Wochen, im Vergleich dazu bei CPT erst nach mehr als 8 Wochen.

TCTSY reduzierte komorbide (begleitende) depressive Symptome signifikant.

TCTSY verzeichnete eine geringere Absprungrate während des Behandlungszeitraumes.

 

Vor allem Frauen mit frühen, wiederholten beziehungsbasierten Traumaerfahrungen (K-PTBS) profitierten von TCTSY.

Die Praxis

TCTSY verwendet einfache Yogaformen mit Fokus auf achtsame Wahrnehmung von möglichen Körperempfindungen während der Bewegungsdurchführung.

Mit jeder einzelnen Yogaform werden die Betroffenen eingeladen, sich ihrem Körper auf sanfte Art zu nähern. Durch Wahrnehmung der Körperbewegungen im gegenwärtigen Moment, kann allmählich (wieder) eine freundliche Beziehung zum eigenen Körper zu entwickelt werden.

Die Praxis kann für Betroffene eine große Herausforderung sein, wenn sie befürchten müssen, das Trauma körperlich wahrzunehmen.

 

Dies sind die Prinzipien, die TCTSY zu einem sicheren Ort für Teilnehmende machen.

  • Verzicht auf körperliche Berührungen
  • einladende Sprache
  • Wahlmöglichkeiten

 

Der Yogalehrer übt mit und wählt auch selbst, je nach Tagesform, die ihm angenehme Variante der Yogaform. Auf diese Weise wird die Stunde als Prozess eines gemeinsamen authentischen Erlebens erfahren, bei der Jeder in Verantwortung des eigenen Körpers und seiner Wahrnehmung bleiben darf.

Im TCTSY ist es wichtiger in dieser Selbstbestimmung und Selbstverantwortung für seinen Körper zu sein und zu bleiben, als zum Beispiel das Erlernen von bestimmten Übungen oder Atem-Techniken zur Selbstregulation.

Die Aufgabe des Yogalehrers ist hier vielmehr, einen achtsam-mitfühlenden, sicheren Rahmen zu bieten, für alles, was in der Stunde auftauchen kann, um mit seiner Präsenz und seiner eigenen Selbstregulations-Fähigkeit, die Selbstregulation der Teilnehmer durch Co-Regulation zu stützen.

Bild Emel Coban Kraus
Foto: Viviane Koch

Ich wurde von David Emerson und Birgit Löwenbrück in TCTSY ausgebildet und zertifiziert.

 

Als eine von wenigen Anbieterinnen von Trauma Center Trauma Sensitive Yoga im deutschsprachigen Raum, biete ich TCTSY online und in meinem Praxisraum an.

 

Falls Sie TCTSY ausprobieren möchten, nehmen Sie bitte Kontakt auf. Ohne vorherigen Kontakt bzw. Gespräch ist eine Teilnahme nicht möglich.

 

Ich biete TCTSY im Einzel- und  Gruppenunterricht in Berlin vor Ort und online an.

 

 

Mehr Information zu TCTSY finden Sie auf diesen Webseiten:

www.traumasensitives-yoga.de

www.traumasensitiveyoga.com



TCTSY in English in Berlin

Zertifikat TCTSY Certificate TCTSY
TCTSY Zertifikat 2019

TCTSY was developed as a complementary therapeutic intervention for people with Post Traumatic Stress Disorder (PTSD), chronic, treatment-resistant PTSD, and complex trauma. Classes are provided either live in my private practice and online via Zoom.

 

TCTSY 1:1 is also available in English.

  

If you are interested in one-on-one sessions please contact me.

 

Do you need more Information in english? Please click here.