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Schon mal ein Gedicht geschrieben?

Eine meiner Kraftquellen/Ressourcen ist das Schreiben. Sowohl Gedichte als auch Geschichten jeglicher Art. (Tagebuch schreiben mag ich aber nicht!). Es regt mich an, weit zu denken. Ich mag es, nach den richtigen Worten zu suchen, den "richtigen" Klang des Gedichtes zu erschaffen. Auf eine magische Weise lässt mich dass die Welt vergessen. Wie früher, als Kind, wenn ich so ins Spiel vertieft war, ganz und gar im Reinen mit mir und der Welt. Deshalb lese und schreibe ich gerne Gedichte.

Mir gefällt diese Form der Literatur und ich kann mich gut dadurch, sagen wir mal: trösten. Am Liebsten lese ich (vielleicht hast du es bereits geahnt, wenn du dich auf meiner Webseite umgesehen hast) R.M. Rilke. Mehr sage ich lieber nicht dazu, mein Deutschlehrer könnte sonst meinen, ich hätte früher mal besser aufpassen sollen

Magst du Gedichte auch oder hast dich sogar mal selbst daran versucht? Möglicherweise hast du dabei auch eher ein "Reim-dich-oder-ich-fress-dich" Dings geboren als ein Gedicht? Macht aber doch trotzdem Spaß, oder??

Nein? Sind klassische Gedichte eher nicht so deine Spielwiese?

Wie wäre es dann mal mit einem Haiku? Es macht ebenso viel Spass und es kommt immer etwas dabei heraus (ja, manchmal nicht ganz "vorschriftsmäßig", oder "literarisch wertvoll", aber wer will das schon immer?)

Als wir damals (im letzten Jahrtausend!) in der Schule im Deutschunterricht Haikus zum Thema hatten, war ich sofort Feuer und Flamme: ich kann mich sogar noch ein mein allererstes Haiku erinnern -unglaublich, oder?

Was ist nun ein Haiku? Wahrscheinlich weißt du es bereits, falls nicht, hier mal eine ultra-kurze Erklärung:

 

Haiku ist eine traditionelle japanische Gedichtform, das zumeist in drei Zeilen geschrieben wird.

In der Regel haben die Zeilen (ganz einfach ausgedrückt) folgendes Silbenzahl: 5- 7- 5.

Haiku ist fast immer in der Gegenwart. Haikus stellen Konkretes dar. Sachverhalte, die subjektiv mit den Sinnen erfasst werden können.

Haiku beschäftigt sich also mit der Welt, die ich mit allen Sinnen erfassen kann, und Haiku soll ein "offenes Ende" haben, etwas, an dem du deine Gedanken anhängen könntest und einfach weiterdichten oder -denken oder träumen.

Laß dich davon aber nicht abschrecken, wie oben erwähnt, ist es die traditionelle (japanische) Weise, die heute so auch nicht mehr durchgehend angewandt werden muss. Aber als Orientierung empfand ich es als sehr hilfreich.

Also, dann los, verfasse ein Haiku oder zwei oder mehr. Das schönste am Haiku ist, es klingt immer toll und es Soll SICH NICHT reimen! ;)

Damit du siehst, dass ich zwar das klassische Vorbild durchaus anstrebe, mich aber durch die Vorgaben nicht zwingen lasse, hier mein aktuelles "Projekt":

 

"Rauschend glitzernd Grün

färbst die Welt verzweifelt schön

wird je morgen sein?"

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